Design Thinking

Beim Webdesign den Kunden im Fokus sehen – Wie Design Thinking dabei helfen kann

Webdesign

Es ist nicht immer einfach, Kundenwünsche und das tatsächlich Machbare so zu vereinen, dass sich daraus eine für alle zufriedenstellende Lösung ergibt. Hinzu kommt der Ehrgeiz des Webdesigners, ein Produkt zu kreieren, das seinem Empfinden für einen gelungenen Auftritt im Internet entspricht. Dabei handelt es sich nicht allein die Grafik oder besser das optische Erscheinungsbild. Bedienungsfreundlichkeit für den Nutzer, die Sicherheit und natürlich ebenso die Geschwindigkeit sowie die Stabilität der Kundenwebsite sind weitere wichtige Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Teamplayer haben es einfacher

Für komplexe Aufgaben wie die Entwicklung eines Firmenauftritts mit seinen oft zahlreichen Komponenten ist meist die Kreativität aller gefragt. Doch wie lässt sich aus der Kreativität des Teams das Beste herausholen? Zunächst ist jeder ein Individuum mit eigenen Gedankengängen, die nicht unbedingt immer miteinander kompatibel sind. Wie jedoch lässt sich diese Kreativität zusammenschalten? Das Zauberwort heißt „Design Thinking“. Bei diesem Kreativitätsprozess werden alle Disziplinen in das berühmte Boot geholt, um sich an der Entwicklung zu beteiligen. Die Vorteile zeigen sich im Ergebnis. Nachfolgend wird das Konzept des Design Thinking kurz erklärt. Wer es genauer wissen möchte: Professionelle und kreative Workshops zum Thema Design Thinking bietet zum Beispiel die Denkmotor GmbH aus Zürich an.

Sechs Schritte zum Erfolg mit Design Thinking

Das Design Thinking ist dem Grundgedanken der Iteration entsprungen. Das lateinische „iterare“ für „wiederholen“ findet sich in dieser Beziehung erstmals in der Mathematik und wurde und wird ebenso in der Informatik angewendet.

Diese Methodik beinhaltet zum einen verschiedene Prozessstufen, die sich aus den vorhergehenden Prozessen entwickeln und dabei etwa Fehler oder Irrwege eliminieren. Dabei können Prozesse auch wiederholt werden, wenn das vorläufige Ergebnis nicht befriedigt. Ein wichtiger Faktor oder eigentlich „der“ wichtigste Faktor ist dabei die Zusammensetzung des Teams. Damit beginnt das Design Thinking, mit der Zusammenstellung multidisziplinärer Teams.

Im Webdesign wird nicht selten für sich alleine gewerkelt und das Ergebnis dann weitergereicht an die nächste Disziplin. Im Design Thinking sitzen alle Disziplinen am gleichen Tisch und beginnen bei null. Konzepter, Kreative, Entwickler und Marketing Experten sind das multidisziplinäre Team. Bevor es jedoch an die Arbeit geht und der erste der sechs Schritte gegangen wird, sind Regeln festzulegen. Diese können in etwa so aussehen:

• Visuell arbeiten
• Es spricht immer nur einer
• Verrückte Ideen sind willkommen
• Kritik wird erst einmal zurückgestellt
• Quantität geht zunächst vor Qualität
• Beim Thema bleiben
• Die Ideen anderer weiter entwickeln

Im weiteren Verlauf des Design Thinking unterteilt sich der Vorgang in zwei Prozessgruppen. Im ersten Prozess geht es um die Theorie.

Schritt 1: Verstehen

Vereinfacht gesagt geht es darum abzuklären, was hinter den großen vier „W“ steht. Was? Wo? Wer? Wie?

Schritt 2: Beobachten

Die Zielgruppe ausloten und den Dialog mit ihr suchen. Dazu sollen und dürfen die Ergebnisse aus Schritt 1 hinterfragt werden.

Schritt 3: Definition des Standpunktes

Die Ergebnisse aus den Schritten 1 und 2 werden analysiert, um so Gemeinsamkeiten zu finden, die es erlauben, die Motivationen und Bedürfnisse der Zielgruppe zu erkennen.

Nun beginnt die Arbeit an der zweiten Prozessgruppe, von der Theorie zur Praxis.

Schritt 4: Ideen müssen her

Dazu können weitere Kreativitätstechniken angewendet werden. Es geht darum, viele Ideen zu sammeln, diese auszuwerten und deren besten Bestandteile für das Projekt zu übernehmen.

Schritt 5: Das Erstellen eines Prototypen

Hier ist noch keine Perfektion gefragt. Gemeinsam wird der erste Prototyp des neuen Webprojekts erstellt, in dem sich die verschiedenen Elemente befinden, auf die sich die multidisziplinäre Gruppe zuvor einigte. Es ist durchaus möglich, dass in dieser Phase noch einmal auf einen der vorhergehenden Schritte zurückgesprungen wird, wenn beispielsweise Diskrepanzen zwischen der Machbarkeit und den Anforderungen entstehen.

Schritt 6: Der Test

Im letzten Schritt wird der Prototyp der Zielgruppe vorgestellt. Diese prüft die Funktionalität, das Design und das optische Erscheinungsbild aus der Sicht des Laien, des normalen Anwenders. Dabei sollten auch unterschiedliche Konfigurationen der Endgeräte berücksichtigt werden.

Das Endergebnis muss sein, dass sich die Mehrheit für das neue Webdesign begeistern kann, denn dann ist auch der Kunde begeistert. Design Thinking kann ein möglicher Weg zu diesem Ziel sein.

Bildmaterial: © Denkmotor GmbH

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Internet Enthusiasist seit knapp 20 Jahren. Ich liebe es die Welt vom PC aus zu verändern und erstelle Websites für Firmen die Ihre Arbeit lieben und ich gerne fördern möchte.

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